Demenz Leistungen

Was für Leistungsansprüche gibt es bei Demenz?

Seit Anfang des Jahres gilt das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz, dessen Änderungen besonders Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz berücksichtigen. Was eingeschränkte Alltagskompetenz bedeutet, haben wir hier bereits in unserem Beitrag zur „Pflegestufe 0“ beschrieben.
Aber welche Leistungen stehen zu, wenn ein erhöhter Betreuungsbedarf – auch Pflegestufe 0 genannt – festgestellt wurde? Und wie hoch sind diese?

1. Zusätzliche Betreuungsleistungen
Diese 100 Euro (Grundbetrag) bzw. 200 Euro (erhöhter Betrag) werden monatlich als Sachleistung gewährt. Sie können für die Tages– oder Nachtpflege, die Kurzzeitpflege, Betreuung von Pflegediensten oder sogenannte niedrigschwellige Betreuungsangebote verwendet werden.

2. Pflegegeld oder Pflegesachleistungen
Der Pflegebedürftige erhält 120 Euro Pflegegeld oder bis 225 Euro Sachleistungen. Wurde er zusätzlich in eine Pflegestufe eingestuft, erhält er in Pflegestufe 1 zusätzlich 70 Euro mehr Pflegegeld oder 215 Euro mehr Sachleistung. In Pflegestufe 2 wird das Pflegegeld um 85 Euro erhöht und die Sachleistung um 150 Euro.
Tipp: Diese Leistungen können Sie auch als Kombinationsleistung in Anspruch nehmen!

3. Verhinderungspflege
Sollten Sie als pflegender Angehörige verhindert sein, zum Beispiel weil Sie krank sind oder generell Erholung brauchen, bietet sich die Verhinderungspflege an. Im Jahr stehen bis 1.550 Euro zu, mit denen Sie eine Pflegekraft bezahlen können, die sich ersatzweise um den Pflegebedürftigen kümmert.

4. Wohnraumanpassungen
Auf Antrag bezahlt die Pflegekasse bis zu 2.557 Euro für einen Umbau, wenn dieser die Selbstständigkeit oder die häusliche Pflege des Pflegebedürftigen erleichtert bzw. ermöglicht.

5. Pflegehilfsmittel
Als Pflegehilfsmittel bezeichnet man Produkte: zur Erleichterung der Pflege, zur Körperpflege, zur selbständigen Lebensführung und Mobilität, zur Linderung von Beschwerden oder zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.
Das sind zum Beispiel Pflegebetten, Toilettenstühlen, Rollatoren, Notrufsysteme oder Ähnliches. Diese werden von Pflegekasse – nach Überprüfung der Notwenigkeit – meist leihweise überlassen.
Tipp: Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie beispielsweise Desinfektionsmittel oder Einweghandschuhe werden jeden Monat bis zu 31 Euro Kosten erstattet. Mittlerweile gibt es jedoch ein Angebot, dass Ihnen jeden Monat eine Lieferung an Hilfsmitteln zukommen lässt und diese automatisch mit der Pflegekasse verrechnet – gerne informieren wir Sie hierzu.

Kontaktieren Sie einen Pflegeberater und lassen Sie sich unterstützen.

Wir hoffen, dass wir Sie mit diesen Informationen unterstützen konnten. Sichern Sie sich jetzt die kostenlose Zusammenfassung aller Lektionen:

Jetzt weitere Informationen anfordern:

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

logos_exist