Pflegehilfsmittel

Was sind Pflegehilfsmittel?

Neben den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln gibt es auch technische Hilfsmittel.
Diese können den Pflegealltag ungemein erleichtern. Sie dienen neben der Erleichterung der Pflege auch der Linderung von Beschwerden und der Wahrung der Selbständigkeit der Pflegebedürftigen.

Was sind die Voraussetzungen für den Erhalt dieser Pflegehilfsmittel?

Die Voraussetzungen sind hierbei denen gleich, die auch bei den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln gelten:
1) Der Pflegebedürftige muss in eine Pflegestufe eingeteilt sein (Pflegestufe 0, Pflegestufe 1, Pflegestufe 2 oder Pflegestufe 3)
2) Der Bedarf an Hilfsmitteln entsteht nicht aufgrund einer Krankheit oder Behinderung (dann ist die Krankenkasse der richtige Ansprechpartner, vgl. § 33 SGB V).
3) Die Hilfsmittel müssen bei der Pflegekasse beantragt und von dieser genehmigt werden.

Was für Pflegehilfsmittel gibt es?

In der Gruppe der technischen Hilfsmittel unterscheidet man zwischen den folgenden Hilfsmitteln:
– zur Erleichterung der Pflege, beispielsweise: Pflegebetten und Zubehör, Toilettenstühle und Lifter
– zur Körperpflege und Hygiene, wie Waschsysteme oder Urinflaschen und Bettpfannen
– zur selbständigen Lebensführung und Mobilität, zum Beispiel: Hausnotrufsysteme und Mobilitätshilfen.
– zur Linderung von Beschwerden, wie Lagerungshilfen.

Wie werden Pflegehilfsmittel finanziert?

Der Pflegebedürftige muss zu den Kosten für technische Hilfsmittel 10 % Eigenanteil zahlen. Diese Zuzahlung beträgt maximal 25 Euro. Vor allem teure Hilfsmittel werden häufig leihweise überlassen. Möchte der Pflegebedürftige das Gerät nicht leihweise haben, muss er die Mehrkosten selbst zahlen.
Werden Hilfsmittel ärztlich verordnet, trägt die Krankenkasse die Kosten.

Was muss bei der Beschaffung von Hilfsmitteln beachtet werden?

Da es sehr viele Hilfsmittel gibt, kann an dieser Stelle leider kein kompletter Überblick geboten werden. Ein Tipp hilft jedoch generell: die Hilfsmittel müssen eine sogenannte Hilfsmittelnummer haben. Hierzu können Sie sich beraten lassen, was sich auch aufgrund der immer sehr individuellen Pflegesituationen empfiehlt. Alternativ lohnt sich der der Blick in den sogenannten Hilfsmittelkatalog.

Die Pflegekasse überprüft – meist direkt während einer Pflegeeinstufung – ob ein Pflegehilfsmittel notwendig ist. Alternativ reicht ein formloser Antrag, um eine Prüfung einzuleiten.

Pflegestufe.de-Tipp

Klären Sie vor der Anschaffung eines Pflegehilfsmittels unbedingt die Kostenübernahme. Lassen Sie sich zu dieser und auch zur Benutzung des Produktes beraten. Dies ist besonders unter Berücksichtigung der sich ständig ändernden Pflegehilfsmittel nützlich.

Kontaktieren Sie einen Pflegeberater und lassen Sie sich unterstützen.

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