Pflegeberatung

Holen Sie sich professionelle Unterstützung.

Ein Pflegefall tritt oft sehr überraschend auf und kann alle Betroffenen an ihre Grenzen bringen. So muss neben dem normalen Alltag, der durch die neue Situation des Pflegefalls schon durcheinander geworfen wird, noch die Pflege organisiert und entschieden werden, wie und wo der Pflegebedürftige versorgt werden soll. Das sind nur einige der vielen wichtigen Entscheidungen, die anstehen.

In dieser Situation brauchen sowohl die Betroffenen als auch Sie als Angehöriger Hilfe und Informationen. Um die neue Situation bestmöglich zu meistern und sich im komplizierten Pflegebereich bestmöglich zurecht zu finden, sollten Sie sich professionelle Unterstützung holen. Nachfolgend informieren wir Sie über drei Varianten der Pflegeberatung – jeweils mit ihren Vor- und Nachteilen.

1. Beratung durch Ihre Pflegekasse

Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Pflegeberatung durch Ihre Pflegekasse. Dafür müssen Sie einen Antrag stellen. Sofern Ihre Pflegekasse Ihnen keine Beratung innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung anbieten kann, erhalten Sie einen Beratungsgutschein, den Sie bei einem freien Pflegeberater einlösen können. Die Kosten der Beratung übernimmt Ihre Pflegekasse.

Vorteil:
+ Die Kosten dieser Beratung übernimmt die Pflegekasse.
+ In der Beratung, die etwa zwei Stunden dauert, informiert Sie der Berater über mögliche Leistungen der Pflegeversicherung.

Nachteil:
– 
Da der Pflegeberater über einen Rahmenvertrag mit der Pflegekasse abrechnet, stellt sich die Frage der Unabhängigkeit.
– Die Beratung ist oftmals einmalig. Daher wird er Ihnen nicht längerfristig aktiv bei der Begutachtung und dem Aufbau einer für Sie individuell angepassten Pflegestruktur helfen können.
– In der Regel muss ein Antrag auf Kostenübernahme für weitere Beratungen gestellt werden.

2. Pflegestufenberatung

Zahlreiche Pflegeberater haben sich voll und ganz auf die Durchsetzung der Pflegestufe spezialisiert. Diese Pflegeberater helfen Ihnen bei allen Anliegen einer Pflegestufe: sie stellen gemeinsam mit Ihnen den Antrag, bereiten den Besuch des Gutachters vor, sind bei der Begutachtung anwesend und helfen sogar bei einem eventuellen Widerspruch, falls eine zustehende Pflegestufe nicht anerkannt wurde. Der Fachmann bietet Ihnen somit alle Hilfe- und Unterstützungsleistungen bei Ihren Anliegen und Entscheidungen.

Die Finanzierung ist durchdacht: nach einer kostenpflichtigen Eingangsberatung fallen nur im Erfolgsfall weitere Entgelte an, d.h. keine Kosten, wenn keine Pflegestufe zugesprochen wird.
Und die Leistungen, die Sie dank des Pflegeberaters von der Pflegeversicherung rückwirkend ab dem Tag der Antragsstellung bekommen, sind fortlaufend gesichert – sofern die Pflegebedürftigkeit dauerhaft ist.
 Diese Form der Pflegeberatung amortisiert sich sehr schnell – spätestens nach drei Monaten. Eine sinnvolle Investition!

Vorteil:
+ Der pflegekassenunabhängige Berater hilft Ihnen beim Antrag, der Begutachtung und einem eventuellen Widerspruch – letzteres geschieht in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt.
+ Kommt der Pflegeberater nach einer Erstberatung bei Ihnen zu Hause zum Schluss, dass der Hilfebedarf ausreichend für eine Pflegestufe ist, stellt er gemeinsam mit Ihnen den Antrag und begleitet Sie während des gesamten Verfahrens.
+ Für sämtliche Beratertätigkeiten nach der Erstberatung fallen für Sie nur dann Kosten an, wenn die Einstufung bzw. Höherstufung in eine Pflegestufe erfolgreich war. Die Kosten amortisieren sich sehr schnell, da die Pflegestufe rückwirkend ab dem Tag der Antragsstellung ausgezahlt wird.

Nachteil:
– Diese Variante umfasst alle Hilfe- und Beratungstätigkeiten bis zum Erhalt der Pflegestufe. Weitere, beispielsweise später auftretende Fragen, sind hiermit jedoch nicht abgedeckt. Dafür bietet sich jedoch die nachfolgende freie Pflegeberatung an.

3. Pflegeberatung

Es gibt deutschlandweit Pflegeberater, die Sie pflegekassenunabhängig beraten und beim Aufbau der individuellen Pflegestruktur behilflich sind.
 In diesem Fall tragen Sie als Ratsuchender die Kosten selbst. In der Regel wird auf Stundenbasis abgerechnet.

Vorteil:
+ Diese Variante bietet sich ideal für den Zeitraum nach erfolgreicher Einstufung (bzw. Höherstufung) in eine Pflegestufe an, da in diesem die Pflegestruktur individuell auf Ihren Pflegefall aufgebaut und regelmäßig angepasst werden sollte.
+ Kontaktieren Sie dazu jederzeit Ihren Pflegeberater und erhalten so viel Beratung wie Sie benötigen.
+ Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis.
+ Diese Form der Beratung, die schnell und kostengünstig ist, kann selbstverständlich auch vor Erhalt der Pflegestufe in Anspruch genommen.

Nachteil:
– Jede in Anspruch genommen Beratungsleistung muss auf Selbstzahlerbasis bezahlt werden.

Kontaktieren Sie einen Pflegeberater und lassen Sie sich unterstützen.

Wir hoffen, dass wir Sie mit diesen Informationen unterstützen konnten. Sichern Sie sich jetzt die kostenlose Zusammenfassung aller Lektionen:

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